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Zeitungsbericht vom 20.06.09 Thema: Tag des Fuß 24.06.09 in Neutraubling

Der Zentralverband der Podologen und Fußpfl eger e.V. – vertreten in Neutraubling durch die Praxis für
Podologie von Beate Röhrl – ruft am 24. Juni 2009 das 7. mal zum bundesweiten „Tag des Fußes“ auf, um über
die Bedeutung des gesunden Fußes, die Tragweite von Fußerkrankungen und über die Berufsbilder Podologie
aufzuklären. Unter dem Motto „Gut zu Fuß“ stellen Podologen an diesem Tag ihre Arbeit vor.

Rund 160.000 Kilometer legt ein Mensch im Laufe seines Lebens zu Fuß zurück. Das entspricht einer viermaligen Erdumrundung. Dies ist nur möglich, weil 26 Knochen, 107 Bänder und 19 Muskeln im Fuß Leute auf Trab bringen. Bereits diese Tatsachen wären Grund genug, die Füße pfleglich zu behandeln. Doch leider sieht die Wirklichkeit ganz
anders aus:
• Viele Menschen quetschen ihre Füße in Schuhe, die überhaupt nicht auf die natürliche Fußform abgestimmt sind. Das führt zu zahlreichen Beschwerden, beispielsweise Hühneraugen.
• Die meisten Füße bekommen zu wenig Luft und schwitzen in Socken und Schuhen aus synthetischem Material. Pilzinfektionen und Schweißfüße sind dadurch programmiert.
• Füße spielen bei der Körperpfl ege eine völlig untergeordnete Rolle. Sie werden oft vernachlässigt oder falsch behandelt, zum Beispiel beim Schneiden der Fußnägel. So entstehen häufig Infektionen des Nagelbetts oder auch eingewachsene Fußnägel.
• Bei vielen Diabetikern und anderen chronisch kranken Patienten kommt es zu schweren Fußschäden, weil keine regelmäßige, podologische und somit fachkundige Fußpflege vorgenommen wird.


Gut zu Fuß, das bedeutet Mobilität. Mobil sein ist ein lebenswichtiges und oft unterschätztes Grundbedürfnis. Wer nicht mobil sein kann, bleibt häufig vom Leben ausgeschlossen und verliert ein Stück Lebensqualität. Medizinische Fußpflege, kompetent und professionell ausgeführt, versucht, diese Lebensqualität zu erhalten und Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden zu steigern. Auch Krankenkassen haben bereits die Notwendigkeit der podologischen Fußpflege für Diabetiker
 mit einer bestimmten Indikation erkannt (da die podologische Komplexbehandlung immer noch billiger ist als eine, durch Nachlässigkeit hervorgerufene notwendige Operation) und übernehmen daher gerne die Kosten für die podologische Komplexbehandlung. Ihr Arzt ist sicher bereit, Sie darüber aufzuklären. Falls Sie bereits diagnostizierter Diabetiker sind, sprechen Sie Ihren Arzt unbedingt an und schämen Sie sich dabei nicht, denn er ist der verschreibende Fachmann. Podologen zeigen am „Tag des Fußes“, welche Möglichkeiten ihr Beruf besitzt und was der anerkannte Medizinal-Fachberuf bedeutet. Zum Tag des Fußes machen sich die Fußspezialisten bundesweit mit viel Ideenreichtum auf, zu zeigen, was es heißt „Gut zu Fuß“ zu sein.

Warum und weshalb, sowie den Sinn und Zweck der Messungen am Tag des Fußes!


Es wird ihr Blutzuckerwert sowie ihr Blutdruck gemessen und diese Werte werden der Podologin Beate Röhrl zur Auswertung für das Gesamtbild mitgeteilt.
Der Wert der Blutzuckermessung sagt aus, ob Sie sich im Normalbereich bewegen. Einen Blutzucker unter 60 mg/dl betrachtet man als Unterzuckerung, von Überzucker spricht man, wenn der Wert über längere Zeit hinaus mehr als 120 mg/dl beträgt, somit ergibt sich das der normale Zuckerwert sich zwischen 80 und 100 mg/dl einpendeln sollte. Hier kann am Schnellsten festgestellt werden, ob Sie bereits Diabetiker sind – ohne dass Sie es wissen – und einen Arzt aufsuchen sollten. Die Blutdruckmessung ist ein wichtiger Wert. Der Blutdruckwert sollte im Unterbereich nicht mehr wie 80 mmHG betragen und im oberen Wert 140 mmHG nicht längerfristig überschreiten. Bei stetigem Bluthochdruck sollte man einen Arzt konsultieren, der nach den Ursachen sucht. Wenn z.B. der Blutdruck aufgrund von verengten Blutgefäßen steigt, muss das Herz immer mit erhöhter Anstrengung schlagen und somit können dauerhafte Schäden – wie Herzschwäche, Schlaganfall, Netzhautveränderungen oder Nierenschwächen – auftreten. Auch diese Werte werden dem Podologenteam unter Leitung von Beate Röhrl mitgeteilt, um die Gesamtauswertung ausarbeiten zu können. In der podologischen Praxis Röhrl, Marktplatz 3 in Neutraubling, erwarten Sie auch mehrere Fachleute um weitere Messungen durchzuführen. So wie auch ein Orthopädiemechanikermeister und ein Orthopädieschuhmachermeister der Firma Rieger um eine elektronische Fußdruckmessung mit Ihnen durchführen zu können. Die Messung wird per Computer im Schuh durchgeführt und dann besprochen. Der Ausdruck kann für einen Arzt sehr wichtig sein, da er durch eine korrekte Verschreibung der richtigen Hilfsmittel für eine Druckentlastung sorgen kann, die insbesondere, aber nicht nur für den diabetischen Fuß wichtig ist. Weitere Fachkräfte führt eine Venenmessung durch. Hier wird die Auffüllzeit so wie die Funktionstüchtigkeit der Venen gemessen. Hier kann gegebenenfalls ein wertvoller Hinweis – durch einen Computerausdruck – für den Arzt erfolgen, der die Stärke des Venenleidens anzeigt. Der Arzt kann dann durch Medikamente
oder verschiedene Hilfsmittel (z.B. Kompressionstrümpfe) veranlassen, dass dem Leiden entgegengewirkt wird. Zu guter Letzt – natürlich nur wenn gewünscht – wird eine Fußkontrolle von der Podologin Beate Röhrl durchgeführt, um eventuelle Veränderungen und/oder Pfl egehinweise persönlich mit Ihnen zu besprechen.

Behandlung der Fußreflexzonen nach Hanne Marquard - eine erfolgsreiche Methode

• Die Reflexzonentherapie am Fuß (RZF) ist eine Behandlungsform, die sich im Laufe von vielen Jahren aus altem Volkswissen zu einer exakt ausgearbeiteten Therapie entwickelt hat. Sie hat zwar ihren Ausgangspunkt am Fuß, bewirkt jedoch mehr als eine übliche Fußmassage. Durch die RZF wird gesamthaft eine Verbesserung gestörter Organ- und Gewebefunktionen des Menschen erreicht. Sie gehört in den Bereich der Komplementärmedizin, die die Selbstheilungskräfte des Menschen fördert und nicht einseitig seine Symptome und Krankheiten bekämpft. Sie kann als eigenständige Behandlung oder in Kombination mit anderen Methoden angewendet werden.
• Etwa um 1912 widmete sich ein amerikanischer Arzt, Dr. William Fitzgerald, dem überlieferten Erfahrungsschatz und übersetzte ihn so weit wie möglich in eine medizinische Sprache, die dem ausgeprägten Wissensdrang der Neuzeit mehr Rechnung trug.
• Um Zusammenhänge therapeutischer Art zwischen Körper und den Füßen aufzuzeigen, erstellte er eine vertikale Einteilung von 10 Körperzonen, die den Menschen in ein gleichmäßiges Rasterbild einordnen (siehe Abb.).
• Er konnte durch jahrelange Beobachtungen empirisch nachweisen, dass die in der jeweiligen Längszone am Körper angeordneten Organe, Gewebe und Systeme in der gleichen
Körperzone am Fuß als Mikrosystem verkleinert, therapierbar sind.
• In den frühen dreißiger Jahren bekam eine aufgeschlossene junge Masseurin namens Eunice Ingham Kontakt mit dem vorhandenen Wissen und wandte sich mit einigen informativen Schriften vor allem an gesundheitsbewußte Laien. Die in Amerika als „Reflexology“ bezeichnete Laienmethode ist auch in Europa hauptsächlich zur Eigenbehandlung und Gesundheitspflege bekannt geworden.
• Auf diesen Grundlagen entwickelte Hanne Marquardt seit 1958 zuerst in ihrer eigenen Praxis, später in der Lehrstätte die Methode als Therapeutikum stetig weiter. Die Reflexzonentherapie am Fuß kann heute als differenzierte Behandlung eingesetzt werden und stellt eine sinnvolle Alternative zur häufig überbetonten apparativen Patientenbehandlung dar. Sie ist bereits in einer großen Anzahl von Kliniken, Sanatorien und Praxen im täglichen Therapieangebot enthalten und wird auf ärztliche Verordnung ausgeführt.
• Die Abrechnung erfolgt meist privat. Manche Krankenkassen zeigen finanzielle Kulanz, wenn Patienten erfolgreich mit der Reflexzonentherapie am Fuß behandelt wurden.

Auch das moderne Wundmanagement spielt in der Podologie eine große Rolle.
 

„Wundmanagement“ bedeutet bessere Wundversorgung. Im Mittelpunkt steht nicht nur die „Wunde“, sondern auch die individuellen Bedürfnisse der Patienten und Patientinnen, wieLebensgewohnheiten und Vorerkrankungen. In Abstimmung mit Angehörigen, Ärzten und Pfl egediensten wird ein individuelles Therapiekonzept für jeden Betroffenen oder jede Betroffene erarbeitet. Durch regelmäßige Kontrollen, z.B. auch durch Hausbesuche, sowie eine ausführliche Dokumentation lassen sich Erfolge, aber auch Therapiefehler zurückverfolgen und schneller eine eventuelle Änderung der Therapie durchführen. Für Betroffene bedeutet dies eine verbesserte Wundtherapie und somit eine schnellere Abheilung der Wunden. Die Therapie von Wunden und insbesondere von chronischen Wunden stellt sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Versorgung von Patienten oft ein Problem dar. Einerseits entspricht das Wissen der Patienten und des medizinischen Personals und die daraus resultierende Erfahrung im Umgang mit Wunden oft nicht dem aktuellen Stand der Wissenschaft, andererseits führen kurzsichtige wirtschaftliche Überlegungen zu einem eingeschränkten Einsatz suffizienter Wundheilungsstrategien. Eine insuffiziente Wundbehandlung führt jedoch zu längeren Therapieintervallen und kann somit zur weiteren Kostenexpansion beitragen. Die Zahl, der in Deutschland an einer chronischen Wunde leidenden Patienten, wird auf mindestens 2,4 Millionen Menschen geschätzt. So werden beispielsweise mindestens 0,6 Milliarden Euro jährlich für ambulante Leistungen in der Therapie des Ulcus cruris (offener Fuß) im Rahmen der Versorgung durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ausgegeben. Einschließlich der Ausgaben für den stationären Bereich kostet die Versorgung des Ulcus cruris die GKV mindestens eine Milliarden Euro jährlich. Entsprechend der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung werden diese Zahlen in den kommenden Jahren weiter zunehmen, wenn nicht prophylaktische, diagnostische und therapeutische Maßnahmen optimiert werden. Um es nochmals zu erwähnen, ist um dies alles zu erreichen, ein einheitlicher Qualitätsstandard - so z.B. durch den ICW - und kontinuierlicher Erfahrungsaustausch - so in berufsbegleitenden Foren und vor allem die Gespräche mit den Patienten und seinen Angehörigen, unbedingt durchzuführen.